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[GERMAN] Kommentar: Microsoft als Service-Provider

Sept. 26, 2017

Es ist nicht gerade eine Neuigkeit das Microsoft in den letzten Jahren einen großen Strategie-Wechsel vollzogen hat: Eine Umstellung von einem einfachen Software/Betriebssystemanbieter zu einem Service-Anbieter. Auch dieses Jahr, wer die Ignite-Konferenz verfolgt, sieht wieder klar die Folgen dieser Entscheidung, denn es werden kaum bis gar keine neuen Produkte vorgestellt die nicht in der "Cloud" laufen. Entwickler sollen alles in Azure hosten, Unternehmen sollen O365 verwenden.

Dieser Trend hin zur Wolke bietet zweifelsohne so einige Vorteile für Unternehmen: Weniger Kosten für Instrastruktur, Updates werden automatisch eingespielt, Daten sind von überall zugreifbar, und um die Sicherheit kümmert sich in erster Linie Microsoft.

Durch den Umstieg auf Cloud-Dienste ist man allerdings den Anbietern, in diesem Fall Microsoft, ausgeliefert. Wenn man das Microsoft 365 Portfolio als ganzes betrachtet steht Microsoft momentan konkurrenzlos da. Das bedeutet für Kunden, wenn sie unzufrieden sind mit der Dienstleistung haben sie keine Alternativen auf die sie ausweichen könnten. Auch wenn Dienste eingestellt werden steht man als Kunde recht blöd da, denn ein weiterverwenden ist ja schlichtweg nicht möglich. Preiserhöhungen müssen zähneknirschend hingenommen werden.

Auch die Kontrolle über die Daten verliert man. Es ist äußert schwierig nachzuvollziehen wie Microsoft mit den Daten umgeht, wie sie analysiert und verarbeitet werden. Und zu glauben dass U.S. Geheimdienste keinerlei Zugriff auf diese haben wäre äußert naïv.

Der Zukunft darf man mit recht sehr skeptisch entgegen sehen: Was Microsoft sich hier aufbaut ist ein Monopol als IT-Dienstleistungsanbieter für Unternehmen. Was oft anfängt als sehr attraktives Angebot wird oft immer teurer mit der Zeit und die Dienstleistung wird immer schlechter.

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